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Wing Chun

Wing Chun (auch Wing Tsun, Ving Chun etc.) ist ein südchinesisches Kampfkunstsystem, welches vor etwa 300 Jahren entwickelt wurde. Meister Yip Man brachte das System nach Hong Kong, entwickelte es dort weiter und öffnete es auf diese Weise der westlichen Welt.

Wing Chun gilt als eines der wirkungsvollsten Nahkampfsysteme überhaupt. Das Ziel dieser Kampfkunst ist es, auch einen überlegenen und körperlich stärkeren Gegner innerhalb kür-zester Zeit kampfunfähig zu machen. Das spezielle Training des Wing Chun stellt verschie-dene Methoden bereit, welche die Kampfkraft und die Reflexe um ein Vielfaches verbessern.

Da diese Kampfkunst auf verschiedenste Art und Weise den gesamten Körper trainiert, dient sie einerseits der körperlichen Fitness und der Gesundheit, andererseits versetzt sie den Trainierenden in die Lage, sich im Notfall effektiv verteidigen zu können.

Die Techniken des Wing Chun werden dem Schüler in verschiedenen Bewegungsfolgen, den so genannten Formen, nahe gebracht. In diesen Formen hat der Schüler die Möglich-keit, die einzelnen Bewegungen ohne einen Partner zu trainieren und zu perfektionieren.

Die erste Form heißt „Siu Nim Tao“, zu deutsch „erste Ideen“. Sie beinhaltet alle Bewegun-gen des Wing Chun und bildet die Basis für alle noch folgenden Formen.

Die zweite Form nennt sich „Chum Kiu“, zu deutsch „Suchende Arme“, und besteht aus Be-wegungskombinationen, Tritten, Wendungen und verschiedenen Schrittfolgen.

Die dritte Form heißt „Biu Tze“, zu deutsch „Stoßende Finger“, und beinhaltet Notlösungen und Kampfstrategien, die es dem Trainierenden ermöglichen, sich auch gegen mehrere Gegner zu schützen.

Im Wing Chun wird als Trainingsgerät unter anderem die Holzpuppe verwendet. Um das Training an diesem Gerät zu optimieren, gibt es auch hier eine Form. In der Holzpuppenform werden Bewegungsabläufe einstudiert und verfeinert. Die Holzpuppe ersetzt dem Trainie-renden den Trainingspartner

Hat der Schüler ein höheres Trainingsstadium erreicht, kann ebenfalls der Langstock als Trainingsgerät Verwendung finden. Dieser dient dem Krafttraining und der Entwicklung und Verbesserung des Körpergefühls.

Als letztes Trainingsgerät erhält der Schüler die Doppelmesser. Durch den Umgang mit die-sen Messern lernt der Trainierende den souveränen Umgang mit Waffen. Selbstverständlich muss der Schüler erst ein gewisses Trainingspensum absolviert haben, bevor ihm der Um-gang mit diesem Trainingsgerät gestattet wird.